"Munitionstasting" für Sportpistole
Am Dienstag letzter Woche fand mal ein Sportpistolen-Training der ganz besonderen Art statt: unser Sportleiter, Eike Lehrmann, hat zum "MUNITIONSTASTING" eingeladen.
Das klingt erst einmal komisch und nein, wir haben dann nicht probiert, wie die Munition schmeckt, sondern wie sich die unterschiedliche Munition in unseren Sportpistolen "anfühlt".
Aber mal ganz konkret und sicherlich auch ein bisschen technisch. Mit Sportpistolen schießen wir das Kaliber .22 lfb. Auf dem Markt gibt es eine große Anzahl verschiedenster Munition, die speziell für Sportpistolen angeboten wird. Für unseren Test waren vier Marken mit einem Einkaufspreis unter 10 EUR für 50 Schuss ausgewählt worden. Die ausgewählte Munition liegt laut Beschreibung bei einer Anfangsenergie zwischen 98 und 159 Joule und einer Anfangsgeschwindigkeit von 275 m/s bis 350 m/s.
Wir wollten nicht nur wissen, wie sich diese vier unterschiedlichen Munitionsarten in unseren Sportpistolen anfühlen, sondern haben auch ein Messgerät im Einsatz gehabt, das als Doppler-Radar (wer hierzu mehr wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Doppler-Radar) eine ganze Reihe Messdaten von jedem einzelnen Schuss geliefert hat. Und diese Ergebnisse waren dann schon sehr spannend. Nicht nur dass sich die Munitionsarten voneinander unterschieden - was zu erwarten war -, auch innerhalb einer Serie war die Streuung in den gemessenen Parametern unterschiedlich. Die hier beigefügten Screenshots zeigen das deutlich auf.

Abschließend haben wir auch noch getestet, wie sich ein und dieselbe Munition in unterschiedlichen Sportpistolen verhält. Auch hier konnten wir einen deutlichen Unterschied feststellen.
Sicherlich sind wir mit unseren Schießergebnissen bisher noch nicht im Bereich, in dem die verwendete Munition einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Deutlich geworden ist im Test aber, dass für das Erreichen guter Schießergebnisse eine optimale Kombination Schütze - Sportpistole - Munitionsart erforderlich ist. Ob man angesichts dieser Ergebnisse zwischen Trainings- und Wettkampfmunition unterscheiden sollte, muss jeder Schütze für sich entscheiden.